Jordi Colomer

Jordi Colomer (*1962) begann 1980 sein Studium an der Schule für Kunst und Design in Barcelona, einer unabhängigen Institution, die häufig und insbesondere aufgrund Ihrer Lage als „Bauhaus von Vallvidrera“ bezeichnet wurde. Kurz danach schrieb er sich auf der Universität in Kunstgeschichte ein und wechselte dann 1983 zur Architektur. In seinem Werken verknüpft Jordi Colomer die facettenreichen Einflüsse seiner turbulenten Studienzeit mit jenen persönlichen Erfahrungen, die er inzwischen hauptsächlich auf seinen zahlreichen Reisen nach Brasilien, Mexiko, Chile, Rumänien, Japan und Yemen sammelt. Während seine frühen Videoarbeiten, beispielsweise Simo, 1997 im Museu d´Art Contemporani de Barcelona uraufgeführt (MACBA), noch im Studio mit selbst entworfenem und konstruiertem Bühnenbild entstanden, dokumentieren Pere Coco (2002), Anarchitekton (2002-04), Arabian Star (2006) den Künstler als fahrenden Beobachter und spontanen Regisseur situativer Dramatik. En la Pampa (2008), eines seiner jüngsten Werke, spielt in der Atacama Wüste in Chile. Im Dezember 2008 zeigte das Jeu de Paume Paris eine umfassende Solo Show des Künstlers.

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