Martin Schmidl, geboren 1962 in Gräfelfing (bei München), studierte Malerei, Grafik und Grafik-Design in München, an der Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe /Freiburg und an der Städelschule in Frankfurt am Main u.a. bei Thomas Bayrle, Peter Dreher und Martin Kippenberger. Martin Schmidl arbeitet in den Bereichen Zeichnung, konzeptuelle Kunst und kulturwissenschaftliche Forschung. Mit den Methoden der Zeichnung, Karikatur und Dokumentation schaffte er seit Mitte der 90er Jahre Künstlerbücher in Form von Copy-Prints, die in Anknüpfung an die Xerox-Books der 70er Jahre, neue Formen der ästhetischen Kommunikation darstellen. Der Fokus auf Einzelarbeiten in Form von diskursiven Ausstellungen ermöglicht somit Zugang zu komplexen Themen, wie z.B. zeitgenössische Formen der Rhetorik, des Kults oder der Erinnerung und Geschichtsauffassung. Zu seinen herausragenden Großprojekten gehören Postwar Exhibition Design - Displaying Dachau (2010), Common Design Lectures (2009) und Handbuch für Greater Los Angeles (mit Florian Haas, 1996).
Im Zusammenhang mit seinem Werk steht immer auch seine kuratorische Tätigkeit, seit Mitte der 90er Jahre; Projekte beinhalten u. A. die Leitung des ausstellungsraums, (mit Florian Haas) in Frankfurt, seine Arbeit innerhalb der 1998 in Frankfurt gegründeten Künstlergruppe finger, aber auch die Ausstellungsgestaltung von skulptur projekte münster 07 oder das Ludwig Forum for International Art in Aachen.

